Da erblasst selbst Meister Proper

5. April 2018 | casanos­tra, Jour­nal­is­mus

Putzwerkzeug© birgitH/pixelio.de

Reini­gungsmit­tel, wie sie täglich im Haushalt benutzt wer­den, sind häu­fig üble Chemiekeulen. Dabei gin­ge es oft ganz natür­lich – mit selb­st­gemacht­en Reinigern. Casanos­tra stellt einige haus­gemachte Putzmit­tel vor. Ide­al für den Frühjahrsputz.

aus casanos­tra 145

© Casafair Schweiz

Angebrannte Töpfe

Pfan­nen und Töpfe, welche richtig hart­näck­ig ange­bran­nt sind, sind mit Natron kein Problem.

Rezept: Drei Teelöf­fel Natron und heiss­es Wass­er im ange­bran­nten Topf mis­chen und für 30 Minuten ein­wirken lassen. Anschliessend mit einem Schwamm gründlich ver­reiben, bis der Topf wieder sauber ist.

Saubere Abflüsse – ohne Chemiekeule

Bei ver­stopften Abflüssen kann bere­its helfen, ein paar Spritzer Spülmit­tel und etwas Natron in den Aus­fluss zu füllen und anschliessend mit etwa 1,5 Litern heis­sem Wass­er nachzus­pülen. Dabei immer nur so viel Wass­er in den Aus­fluss giessen, wie dieser fasst, ohne überzulaufen.

Dem ver­stopften Abfluss kann man übri­gens auch vor­beu­gen, indem man das Kochwass­er von Kartof­feln eingiesst. So bleiben die Rohre sauber.

© Segovax/pixelio.de

Ideal für Buntwäsche: Waschmittel aus Seifenkraut

Zutat­en: 1 l Wass­er, 15 g Seifenkraut (Blät­ter und Wurzeln), option­al: 200 ml Brennsprit, ätherisches Öl mit einem Duft nach Wahl, ein geeigneter Behälter.

Das Seifenkraut gut waschen und klein schnei­den. Anschliessend bei­des im Topf zum Kochen brin­gen und für 30 Minuten köcheln lassen. Dann abkühlen und ein bis zwei Stun­den ziehen lassen. Mit einem Püri­er­stab oder Mix­er gut zerklein­ern. Wer will, kann jet­zt noch Brennsprit und ein paar Tropfen eines ätherischen Öls, etwa Laven­del oder Tee­baumöl, hinzugeben. Schliesslich durch einen Kaf­feefilter oder einen Nylon­strumpf in einen geeigneten Behäl­ter giessen.

Allzweckreiniger für Küche und Bad

Zutat­en: Haushaltes­sig, Zitro­nen­schalen (oder die Schalen ein­er anderen Zitrusfrucht), ein geeignetes Gefäss – ide­al­er­weise aus Glas –, Spülmit­tel oder Flüs­sig­seife, Sprühflasche.

Das Glas­ge­fäss dicht mit den Zitro­nen­schalen befüllen und den Essig so eingiessen, dass die Schalen voll­ständig bedeckt sind. Anson­sten begin­nen die Früchte zu schim­meln. Diesen Sud nun 15 bis 20 Tage ziehen lassen. Dass dieser Prozess abgeschlossen ist, erken­nt man an der dun­kleren Farbe des Essigs und am Zitro­nen­duft. Den Haushalt­sreiniger anschliessend durch ein Sieb in eine Sprüh­flasche giessen. Am Ende noch einen Spritzer Seife oder Spülmit­tel dazugeben. So haftet der Reiniger auch auf glat­ten Oberflächen.

Fensterreiniger

Zutat­en: Tafe­lessig und Wass­er in ein­er Sprüh­flasche 1:1 zusam­men mischen.

Tipp: Mit des­til­liertem Wass­er wer­den die Scheiben garantiert streifenfrei.

Wenn der Abfluss übel riecht

Natron ent­fer­nt nicht nur Fleck­en, son­dern auch Gerüche.

Rezept: Eine halbe Tasse Natron­pul­ver in den Abfluss schüt­ten und für fünf Minuten mit einem feucht­en Tuch bedecken.

Anschliessend mit kochen­dem Wass­er nach­spülen, und der Geruch sollte ver­schwun­den sein.

Tipp: Das funk­tion­iert übri­gens auch mit Kehrichteimern und Katzentoiletten.

Vorsicht mit Natron!

Ein regel­recht­es Wun­der­mit­tel im Haushalt ist Natron, welch­es in Apotheken und Droge­rien zu kaufen ist. Vor­sicht ist geboten, wo Essig und Natron zusam­mengemis­cht wer­den: Die bei­den Stoffe reagieren und kön­nen spritzen.

Teppiche und Polster reinigen

Ein Stück Olivenöl­seife ent­fer­nt alle Arten von Fleck­en auf Pol­stern und Tep­pichen. Dazu ein­fach mit einem nassen Lap­pen ein paar­mal über die Seife reiben und anschliessend über den Fleck. Über­schüs­sige Seife mit einem feucht­en Tuch aufnehmen und trock­nen lassen. Fertig!

Scheuermilch

Als Pul­ver auf einem feucht­en Tuch, aber auch in Wass­er aufgelöst, erset­zt Natron die Scheuer­milch. Cer­an­felder, Geschirr, Bade­wan­nen, Back­öfen und Toi­let­ten wer­den von Ablagerun­gen befreit.

Rezept: 2 Ess­löf­fel Natron mit 2 Ess­löf­feln Wass­er vermischen.

Andreas Käser­mann